Zum Schluss noch das Wichtigste: das P.S.

Ein P.S., das „Post Scritptum“, hängt man noch an einen Brief dran, wenn man etwas vergessen hat, oder? So war es zumindest früher, bevor es Computer gab, die das Schreiben viel einfacher gemacht haben. Daher ist ein P.S. in den Zeiten des Computers bei einem Brief schon lange nicht mehr nötig.  Doch bei einem Werbebrief ist das anders. Hier gehört das P.S. dazu.

Bei einem P.S. im Werbebrief geht es nicht darum, einen Sachverhalt, den man vergessen hat, noch schnell hintenan zu fügen. Durch ein P.S. im Werbebrief bewegen Sie den Leser zum Lesen des Briefes.

Klingt merkwürdig? Warum sollte ausgerechnet der letzte Satz im Brief den Leser dazu bewegen, den Brief zu lesen? In der nächsten Woche erfahren Sie ausführlicher warum. Hier nur kurz: Bei Tests mit der Augenkamera hat man festgestellt, dass der Empfänger eines Werbebriefes diesen zunächst nur überfliegt. Dabei bleibt das Auge an Bildern, Überschriften und herausgehobenen Wörtern hängen. Das Auge beginnt rechts oben und endet rechts unten mit dem Überfliegen. Wenn der Betrachter nun festgestellt hat, dass der Brief möglicherweise interessant sein könnte, beginnt er zu lesen. Doch wo ruht sein Blick gerade? Genau: rechts unten. Dort wo das P.S. steht.

Zudem ist das P.S. auch noch der kürzeste Absatz. Es sollte maximal (!) drei Zeilen lang sein. Das verspricht, dass es schnell lesbar ist.

Wiederholen Sie daher im P.S. noch einmal den wichtigsten Vorteil für den Leser oder bringen Sie Ihren Reaktionsverstärker hier unter. Lassen Sie es aber ein bisschen so klingen, als wäre es Ihnen gerade eingefallen.

Beispiel: P.S.: Nach Ergebnissen der Augenkamera beginnen 90 Prozent der Empfänger beim Lesen mit dem P.S.

Allerdings: Bei sehr kurzen oder sehr wertig wirkenden Werbebriefen sowie bei Werbebriefen an Business-Kunden sollten Sie eventuell auf ein P.S. verzichten. Viele Manager kennen das „P.S.-Thema“ selbst und stufen dadurch Ihren Brief schneller als Werbung ein.

Weiter mit: Die Krönung der Argumentationskette: Der Beweis oder das große „Weil“

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