Von Fabian Raschke

Feedback geben: So werden Sie ein guter Text-Kritiker

Letzte Woche ging es darum, wie Ihre Texte durch Kritik besser werden. Doch nicht immer schreibt man selbst. Es kommt immer wieder vor, dass einen Kollegen, aber auch Freunde oder Verwandte um ein Feedback zu einem Text bitten. Wie aber geben Sie Feedback, das dem anderen hilft?

Help and support

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  1. Lesen Sie sich den Text in Ruhe durch. Der Autor hat sich Mühe gegeben und bittet sie nun um Hilfe, damit sein Text besser wird. Versuchen Sie daher, sich auf den Text zu konzentrieren.
  2. Loben Sie, was Sie gut finden. Oft vergessen wir zu sagen, was wir gut finden. Denn schon in der Schule haben wir gelernt, dass man sich vor allem auf der Negative, das Noch-zu-verbessernde konzentriert.
  3. Fragen Sie den Autoren, was er genau von Ihnen will. Wofür braucht er Ihr Feedback? Sollen Sie auf spezielle Punkte achten?  Für wen ist der Text gedacht? Wer ist die Zielgruppe? Welche Absicht verfolgt der Autor damit?
  4. Seien Sie ehrlich: Wenn Ihnen etwas nicht gefällt oder wenn Sie etwas nicht verstehen, sagen Sie dies bitte ganz offen. Nur so kann der Autor seinen Text verbessern. Damit helfen Sie dem Autoren mehr, als wenn Sie aus falsch verstandener Freundschaft Ihre Kritikpunkte verschweigen. Schließlich gibt der Autor Ihnen den Text, damit er später nicht von anderen Lesern zerrissen wird.
  5. Seien Sie respektvoll mit dem Text. Einen Text zu kritisieren heißt nicht, ihn schlecht zu machen. Sätze wie „Das ist doch totaler Quatsch“ oder „Die Argumentation ist völliger Unsinn“ verletzen. Achten Sie daher auf Ihre Wortwahl und überlegen Sie immer, ob Sie selbst dadurch verletzt wären.  Vielleicht fragen Sie lieber nach, wie der Autor eine unverständliche Stelle gemeint hat? Damit zeigen Sie auch, dass etwas unverständlich formuliert ist, aber auch, dass Sie seine Kompetenz anerkennen.
  6. Benennen Sie konkret, was Sie an dem Text zu kritisieren haben. Je konkreter Ihre Kritik, umso mehr kann der Autor damit anfangen.
  7. Versuchen Sie bitte nicht, dem Autor vorzuschreiben, was er tun soll. Ob der Autor Ihre Kritik annimmt, ist seine Sache. Akzeptieren Sie daher, dass einige Ihrer Kritikpunkte ungehört bleiben werden.

 

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