Von Nadja Buoyardane

5 Tipps gegen Langeweile beim Schreiben

Haben Sie sich beim Schreiben eines Textes schon einmal gelangweilt? Wir schon.

Manchmal ist Schreiben wie Fahren auf der Autobahn: langweilig und doch (oder gerade deshalb) anstrengend. Manchmal liegt einem das Thema, über das man schreibt, einfach nicht. Und trotzdem muss der Text geschrieben werden.

Alle fünf Minuten auf Twitter oder Facebook nachzuschauen, ob etwas Interessantes gepostet wurde, hilft nicht. Es verlängert nur die Qual, weil Sie noch länger brauchen, bis Ihr Text fertig ist. – Sie brauchen das nicht auszuprobieren. Ich, Nadja, habe es schon für Sie getestet.

Doch, was hilft ansonsten gegen Langeweile beim Schreiben? Wir zeigen Ihnen heute unsere Tricks, die wir anwenden, wenn‘s mal wieder langweilig wird.

Die Minischritt-To-do-Liste

In der Regel schreiben wir auf unsere To-do-Listen nur die kompletten Aufgaben, die wir eventuell noch in paar große Schritte zerlegen. Wenn Sie sich jedoch nicht motivieren können, sollten Sie Ihren Text in sehr kleine Häppchen zerlegen. Machen Sie eine To-do-Liste, in der Sie jeden einzelnen Minischritt eintragen.

Jeder Punkt auf der To-do-Liste steht für einen Abschnitt des Textes. Beim Schreiben haken Sie nun jeden einzelnen Schritt ab.

Zum Beispiel:
• Analyse der Ist-Situation
• Lösungsansatz für Problem A
• Maßnahme A1
• Maßnahme A2
• Lösungsansatz für Problem B
• Maßnahme B2
• …

Machen Sie sich Punkt für Punkt an die Arbeit. Das muss nicht heißen, dass Sie in der Reihenfolge der Liste arbeiten. Fangen Sie mit dem Punkt an, der Ihnen am leichtesten fällt.

Wenn Sie den entsprechenden Abschnitt fertig haben, haken Sie ihn auf der Liste ab oder – was ich immer sehr befriedigend finde –: Streichen sie ihn dick und fett durch. So sehen Sie Ihren Fortschritt. Das motiviert Sie zum einen dranzubleiben, zum anderen können Sie bald mit einem Countdown anfangen. Nur noch 4, 3, 2, … Punkte abzuarbeiten.

Clustern Sie einen neuen Aspekt

Gehen Sie kreativ mit Ihrem Thema um. Starten Sie ein Cluster (wie das geht, haben wir in diesem Blog-Artikel beschrieben) und schauen Sie, ob Sie im vierten, fünften oder sechsten Glied der Assoziationskette nicht einen Punkt finden, der richtig ungewöhnlich ist; einen Aspekt entdecken, der noch nicht in anderen Texten zum Thema behandelt wurde.

Vielleicht ist auch Ihr Ehrgeiz geweckt, möglichst viele der Assoziationen in den Text hineinzubringen. Was uns zum nächsten Tipp führt.

Bringen Sie etwas Ungewöhnliches ein

Sie haben schon hundert Mal über Ihr Thema geschrieben? Sie kennen die üblichen Formulierungen und eigentlich reihen diese sich schon fast von selbst aneinander?
Höchste Zeit, diese Routine zu durchbrechen und sich selbst vor die Herausforderung zu stellen: Wie bringe ich etwas richtig Unerwartetes hinein?

Kennen Sie die Partyspiele, in denen man ein bestimmtes Wort in eine Geschichte integrieren muss? Axolotl, Hängebrücke, Tischtennisschläger? Suchen Sie sich ein Wort aus, das Sie unbedingt integrieren wollen, was aber auf den ersten Blick nichts mit Ihrem Thema zu tun hat (je nachdem was Sie für einen Text schreiben, können Sie mehr oder weniger mutig bei der Wahl des Wortes sein. Also, näher an oder weiter weg von Ihrem Thema bleiben).

Ein Beispiel:
Sie schreiben über die neuen Bedingungen einer KfZ-Teilkaskoversicherung. Und haben sich vorgenommen, das Wort „Alligator“ unterzubringen. Das kann dann so aussehen:

In der Versicherung sind auch Schäden durch Tiere abgedeckt. Ohne Ausnahme. Ob Ihnen in Butzbach ein Marder die Elektronik zernagt oder auf Gibraltar ein Affe den Lack zerkratzt. Ja, selbst wenn ein Alligator Ihnen den Reifen zerbeißt – wir übernehmen die Kosten. Gut, Letzteres kommt in unseren Breitengraden seltener vor, aber wer weiß wo Sie alles mit Ihrem Auto herumkommen.

Sie können sich auch selbst herausfordern, den lustigsten oder den interessantesten Vergleich zu finden. Was passt zu Ihrem Thema und ist trotzdem ein klein wenig „Out-of-the-Box“? Das führt uns gleich zum nächsten Punkt:

Gegen Langeweile beim Schreiben helfen Witze

Wenn das Thema langweilig ist – machen Sie es lustig. Sie haben am obigen Beispiel bereits gesehen, wie Sie mit einem leichten Augenzwinkern über Ihr Thema schreiben können. Überlegen Sie sich, wie Sie Ihren Leser, Ihre Leserin zum Schmunzeln bringen können. Denn: Genauso wenig, wie es Ihnen Spaß macht, über ein Thema zu schreiben, das Sie langweilt, genauso wenig Spaß hat der Leser, über ein langweiliges Thema einen langweiligen Text zu lesen.

Hier ein Beispiel, indem es um unseren Service geht, Texte unserer Kunden für diese zur abgabereifen Fassung zu polieren:

Und wenn Sie nicht zufrieden sind mit dem Text? Kein Problem. Dann bekommen Sie von uns Ihren Originaltext ohne Buchstabenabzug zurück.

Langeweile überstanden? Zum Schluss: die Belohnung

Stellen Sie sich selbst eine Belohnung in Aussicht, zum Beispiel eine Rückenmassage, ein Stück Kuchen, das Buch, das Sie schon lange lesen möchten. Wenn Sie die Arbeit selbst nicht motivieren kann, dann können Sie sich immerhin auf etwas Schönes danach freuen.

Je schneller Sie arbeiten, umso schneller gibt es die Belohnung. Oder umgekehrt: Machen Sie schon einen Termin bei der Massage aus, den Sie aber nur wahrnehmen dürfen, wenn Sie den Text bis dahin abgeschlossen haben.
Wichtig: Halten Sie diese Belohnung mit sich selbst ein. Wir vergessen oft, die kleinen Erfolge zu feiern oder halten das, was wir geschafft haben, für keine große Leistung. Doch es tut gut, sich mal selbst zu belohnen.

Probieren es aus, wenn’s mal wieder langweilig wird und schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen.
Sie haben Ihre eigenen Strategien? Wir freuen uns, wenn Sie uns darüber schreiben.

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